Linda Wolfsgruber wurde 1961 in Bruneck/Südtirol geboren. Sie besuchte
die Kunstschule in St.Ulrich/Gröden. Anschließend machte sie eine
zweijährige Ausbildung zur Schriftsetzerin und Grafikerin. Danach
absolvierte sie die „Scuola del Libro" in Urbino/Italien und begann
1983 ihre Arbeit als freischaffende Illustratorin und Grafikerin in
Bruneck und Wien. Das Kinderbuch entdeckte sie schon bald als „ihr"
Gestaltungsmedium. 1983 erschien ihr erstes Buch „Simon und die Tiere“. Jetzt ist sie eine der Preisträgerinnen des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises.
Linda Wolfsgruber über „Zwei x Zwirn“
Wie kamen Sie auf die Idee, ein Buch zum Thema „Freundschaft“ zu schreiben und darin überwiegend Wörter mit dem Anfangsbuchstaben „Z“ zu verwenden?
Ich habe diese Geschichte geschrieben, weil für mich Freundschaft sehr wichtig ist und ich das Glück habe, viele Freunde zu haben. Die Idee mit dem Buchstaben „Z“ kam sozusagen spielerisch. Ich wollte herausfinden, ob ich nur mit Z-Wörtern eine Geschichte erzählen und malen kann.
Worin liegt für Sie die Herausforderung für Kinder und Jugendliche zu schreiben und in Ihrem Fall sogar zu Illustrieren?
Ich weiß immer noch von meinem Glücksgefühl, als ich zum ersten Mal mit 6 Jahren bunt illustrierte Karten geschenkt bekommen habe. Bis dahin hatte ich nur schwarz-weiß illustrierte Bilderbücher. Ich glaube, dass ich mit jedem meiner Bücher dieses Glücksgefühl wachrufen und weitergeben möchte.
Inwieweit spielen Sie stilistisch mit der Sprache, um die Kinder in die Welt Ihrer Geschichte zu ziehen? Und welchen Wert haben kleine Reime und Verse in ihrem Bilderbuch?
Es ist das kreative Spiel mit Buchstaben, mit Wörtern, was mich fasziniert. Ich merke, dass Kinder daran ihren Spaß haben, Wörter zu erfinden und kleine Reime oder Verse nachzusprechen oder neu zu erfinden. Es ist ein Spiel mit der Fantasie.
Was möchten Sie mit Zippo und Zampanos Geschichte den Kindern mitteilen?
Dass wir im Leben Freunde brauchen.
Wie wichtig ist die Illustration für Ihre Geschichte oder auch im Generellen für Kinderbücher, vor allem in Bezug auf die Technik der Collage?
„Zwei x Zwirn“ lebt mit den Illustrationen, die Bilder erzählen und ergänzen Wörter, Z-Wörter, sie rufen Stimmungen hervor und lassen Freiraum für die Fantasie und für den Text. Es ist ein Wechselspiel zwischen Text und Bild. Ich denke, ich habe die Technik der Collage gewählt, weil sie mir einen spielerischen Umgang mit den verschiedensten Materialien bot. So wie ich mit den Z-Wörtern gespielt habe, so ähnlich sollten auch meine Bilder wirken.
Welche Resonanz erhoffen Sie sich von den Medien durch den Kinder- und Jugendbuchpreis?
Der Kinder- und Jugendbuchpreis ist für mich eine große Anerkennung und Wertschätzung. Ich hoffe, dass die Medien den ausgezeichneten Kinder- und Jugendbüchern in der Öffentlichkeit viel Platz einräumen.
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